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Unsere Ziele

…immer für Menschen da zu sein, die Hilfe brauchen

…aufeinander zugehen, kennenlernen, verstehen

…Vorurteile zwischen Behinderten und Nichtbehinderten abbauen

…Behinderte aus ihrer Isolation herausholen

…Eingliederung in die Gesellschaft





Unsere Aufgaben

…Beratung bei beruflichen Schwierigkeiten

…Hilfe bei Behördengängen

…Einsatz bei Notfällen

…Krankenhaus- und Hausbesuche

…Telefonketten

…Fahrdienste / Einkaufsdienste

…Vorführungen mit Blindenfürhunden

…Vorträge zur Verbesserung der Lage Behinderter



Wir bieten

…Gruppenabende

…Kegelabende

…Wanderungen, Ausflüge, Grillfeste

…wöchentliche Kaffee-Nachmittage

…Gesprächsrunden

…Sorgentelefon





Ehrenamtliche Helfer 



Wir sind zugänglich für JEDERMANN und bieten im Rahmen unserer Möglichkeiten Rat, Unterstützung und Hilfe.





Ein Einblick in die Arbeit und die Aktionen

Hiermit möchten wir Ihnen einen Einblick in die Arbeit und die Aktionen der Aktiven Selbsthilfegruppe „Miteinander“ e.V. (A.S.M.) geben.

Wir kümmern uns um behinderte und nichtbehinderte Menschen und möchten Ihnen auf diesem Weg uns und unsere Arbeit vorstellen:

Wir können nicht mit anderen Gruppen verglichen werden. Andere Gruppen wie z. B. MS, Frauen nach Krebs, Parkinson, Diabetiker usw. treffen sich, um Gemeinschaft miteinander zu haben, sich gemeinsam zu beschäftigen durch Bastelarbeit, sich gegenseitig Hilfe oder Unterstützung und Erfahrungsaustausch zu geben in Bezug auf ihre gemeinsame Krankheit. Darüber hinaus sind sie in noch einem bundesweiten Dachverband integriert. Ihre Arbeit ist sicher für die betroffenen Menschen sehr wichtig.

Den Unterschied zu diesen Gruppen sehen Sie ja schon in unserem Namen:Aktive Selbsthilfegruppe Miteinander für Behinderte und Nichtbehinderte e.V.

Zu uns gehören nicht nur Menschen mit speziellen Krankheitsbildern, sondern es sind alle Betroffenen (Krankheit oder Behinderung) oder auch Nichtbetroffene bei uns willkommen, genauso wie Alleinstehende, mit dem Gesetz in Konflikt gekommene, Sektengeschädigte, Arbeitslose, Menschen mit Erlebnissen aus Familien, in den Gewalt an der Tagesordnung ist, psychisch Belastete usw. Was unsere Gruppe für diese Menschen bedeutet und was wir konkret für sie tun, erklären wir im folgenden Bericht.

Gegründet wurde die Gruppe 1989. Wir haben mittlerweile über 500 Mitglieder.

Wie viele SH-Gruppen lösten sich in der letzten Zeit auf, weil die Arbeit der Leitenden zu anstrengend wird, weil finanzielle Belastungen nicht mehr aus dem privaten
Geldbeutel getragen werden können - finanzielle Unterstützung aus der öffentlichen Hand fehlt leider fast ganz.Es gibt in Nagold nicht eine Gruppe - außer der A.S.M. - die im Bundesgebiet so bekannt ist wie wir. Wir denken an den „1.Tag der Begegnung für Behinderte und Nichtbehinderte“ im Jahr 1994, an dem Carl Herzog von Württemberg unser Schirmherr war. 5 Fernsehsender und 7 Rundfunksender brachten Berichte über uns.

Die Blindenführhundevorführungen von Kurt Brei finden in der ganzen Bundesrepublik statt. Die Auftritte fanden z. B. in Stuttgart, München, Dortmund, Kiel, Neumünster, Berlin, Leipzig, Erfurt, Oldenburg, Friedrichshafen, Offenburg, Bielefeld, Hannover usw. statt - um nur einige davon zu nennen. Bei diesen Auftritten waren auch Fernsehsender dabei.

Herr Brei und wir als Gruppe haben inzwischen viele Auszeichnungen bekommen vom Kreis, Land und Bund. Herr Brei bekam die Verdienstmedaille im Rahmen einer Feierstunde überreicht. Im Kreis Calw haben wir den 1. Platz belegt beim Wettbewerb unter den SH-Gruppen und im Bundeswettbewerb standen wir an 12. Stelle. Immer interessieren sich Rundfunksender für unsere Arbeit und nach einem persönlichen Informationsbesuch bei uns werden diese Sendungen dann übertragen.

Im Laufe der Jahre wurden immer mehr Projektgruppen gegründet. Das war nötig, um den vielen Interessen unserer Mitglieder und Hilfesuchenden gerecht zu werden. Was sich auch keine einzig SH–Gruppe außer unserer als Aufgabe gestellt hat, ist Menschen zu helfen, wieder Fuß zu fassen in der Gesellschaft, indem wir versuchen, ihnen Wohnraum oder sogar einen Arbeitsplatz zu vermitteln.

Um Einsame, Alleinstehende aus ihrer Isolation zu holen, gibt es die Kaffeenachmittage - jede Woche Dienstag. Hier kann man miteinander reden, sich austauschen, dem anderen auch mal zuhören, es gibt Kaffee und Kuchen und es geht immer auch lustig zu, so dass man auch mal seine Sorgen vergessen kann.

Unsere Gesprächsrunde - 14tägig donnerstags - ist grundsätzlich nur für Gruppenmitglieder. Wir besprechen dort Themen und Fragen des Alltags, des Miteinander-Lebens (zwischenmenschliche Beziehungen) und es gibt in dieser Gruppe die Möglichkeit auch ganz persönliche Dinge auszusprechen, weil nichts nach außen dringt. Es ist eine vertrauensvolle Atmosphäre.

In der Kegelrunde - 1x im Monat freitags - sind natürlich alle, die sich gerne noch etwas sportlich betätigen wollen. Dass es in dieser Gruppe ebenfalls lustig zugeht, ist selbstverständlich. Meistens geht man anschließend noch gemeinsam eine Kleinigkeit essen und 1x im Jahr geht es zu einem gemeinsamen Ausflug.

Gruppenabende sind 3-wöchentlich Donnerstagabend. Es gibt Vorträge über Gesundheitsfragen, über Gesetzesänderungen im Sozialwesen, Spielabende und Diavorträge.Unsere Angebote für Monatsausflüge sind schon auf Monate hinaus vorgeplant. Diese Ausflüge sind besonders für Alleinstehende, die kein Fahrzeug und wenig Geld haben um in Urlaub zu fahren oder an anderen Ausflügen teilzunehmen. Diese Ausflüge sind für 8–16 Personen (wir haben 2 Busse, die wir zur Verfügung stellen). An diesen Ausflügen können auch Gruppenmitglieder teilnehmen, die nur ein Minieinkommen haben, weil wir die Fahrtkosten als Gruppe übernehmen und der Leiter für diese Ausflüge vorher genau persönlich alles erkundet: wieviel Eintritt es kostet, ob rollstuhlgerechte Eingänge und Toiletten vorhanden sind und ob man statt in eine Gaststätte zu gehen lieber ein Picknick veranstaltet.

Außerdem haben wir einen Fahrdienst. Gegen eine geringe Fahrtkostenbeteiligung holen wir alle Behinderten zu allen Veranstaltungen zu Hause ab und bringen sie auch selbstverständlich wieder zurück.

Auch unser Einkaufsdienst hat sich schon sehr bewährt. Gerade die älteren und gehbehinderten Menschen brauchen diese Hilfe. Wir holen sie zu Hause ab und gehen mit ihnen gemeinsam einkaufen. Wir fahren sie zu Arzt- und Behandlungsterminen und helfen wo wir können. Auch das Finanzielle bleibt für die Betroffenen im Rahmen der Möglichkeiten.

Vergessen wir nicht die Haushaltshilfen. Das ist für einige eine Angelegenheit, die sie von vielen Sorgen befreit. Sie können zu Hause wohnen bleiben und alles, was ihnen schwer fällt, wird für sie erledigt. Auch hier wird keiner finanziell überfordert. Spenden, die wir bekommen, geben wir durch diese Hilfe weiter.

Wichtige Aufgaben, die sich automatisch ergeben haben aus dem Umgang mit unseren Mitgliedern und ihren Problemen, sind die, Menschen aufzufangen, die z. B. durch Arbeitslosigkeit in ihrem Selbstwertgefühl leiden oder die psychische Probleme haben, die aus Sektenabhängigkeiten kommen, schlimme Erlebnisse zu verkraften ha-
ben, straffällig geworden sind usw. Diese Menschen aufzubauen, ihnen zu helfen ihre Selbstachtung wiederzufinden, ihnen das Gefühl zu geben, dass man sie braucht, versucht , ihnen einen neuen Lebensinhalt zu geben - einfach: ihnen aus dem Tief herauszuhelfen ist unserer wichtigste Aufgabe. Das kann für einen eine neue kleine Wohnung sein, für den anderer ein neuer Job. Manche muss man erst einmal wieder so stabilisieren, dass sie wieder einen Arbeitsplatz ausfüllen können!

Und nicht zu vergessen ist noch das Sorgentelefon.
Kurt Brei selbst ist oft bis nachts 3:00 Uhr durch Anrufe eingespannt! Man kann die vielen Hilferufe nicht zählen, die er ständig aufnimmt und nach Hilfe für diese Menschen sucht. Mancher Suizidgefährdete und manches Gewaltopfer wenden sich an ihn. Aber auch andere Gruppenmitglieder sind Ansprechpartner beim Sorgentelefon.

Wenn Sie diesen Bericht mit einem wachen Herzen gelesen haben, werden Sie sicher einsehen, dass man die A.S.M. mit keiner anderen SH-Gruppe vergleichen kann.

Und das geschieht alles „ehrenamtlich“! Alle freiwilligen Mitarbeiter setzen sich mit großer Freude für Ihre Aufgaben ein. Ohne sie wäre die Gruppe nicht so, wie sie heute dasteht.

Diese Darstellung unserer Gruppenarbeit soll Ihnen zeigen, dass wir echte, vielseitige Selbsthilfearbeit leisten.




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